15. Januar 2013

Familienfreundlich und richtig viel Platz

Der Zauberwinkel in Münchner Wohnstudie

TU München Wohnstudie 2013Anfang Januar hat die TU München hat eine aktuelle Studie vorgestellt, die die nach Münchner Wohnwünschen fragte und die Antworten mit dem zur Verfügung stehenden Immobilienangebot verglich. In München und dem Umland wurden dafür zwischen 2009 und 2012 1.800 Wohnraumsuchende befragt. Auch 50 Einwohner des Familienwohngebiets Zauberwinkel haben sich an dieser Studie beteiligt. Die ARGE Poing „Am Bergfeld“,  eine der Studien-Auftraggeber, bedankt sich herzlich für dieses Engagement.
Die Studie mit dem Titel „Wohnungsnachfrage im Großraum München. Individuelle Präferenzen, verfügbares Angebot und räumliche Maßstabsebenen“ wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alain Thierstein am Lehrstuhl für Raumentwicklung an der TU München im Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung von Prof. Dr. Matthias Ottmann durchgeführt. Finanziert haben die Studie elf Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Untersuchungsgegenstand waren die Suchgeschichten erfolgreicher Wohnungsfinder in den Neubaugebieten im Raum München. Der Weg der Wohnungssuche und die Kompromisse, die die Suchenden eingingen, wurden nachvollzogen und ausgewertet. Eines der beleuchteten Untersuchungsgebiete war der „Zauberwinkel“ in Poing, in dem seit 2009 Wohnraum für circa 1.400 Menschen geschaffen wurde, und wo mit dem Seewinkel in den kommenden Monaten weiterer Wohnraum für etwa 1.500 Menschen entsteht.
Unterm Strich kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Zentralität das wichtigste Kriterium bei der Wohnraumsuche in München und dem Umland ist, bei diesem Kriterium jedoch im Laufe der Suche jedoch auch die meisten Abstriche gemacht werden. Gerade Familien mit Kindern werden eher in die Region abgedrängt. Denn sie finden bezahlbaren Wohnraum im Münchner Umland. Die Studie bezeichnet diesen Prozess als „Crowding out“.

Durch die Konzentration auf eine Zielgruppe – die der jungen Familien – ist es Poing mit der Entwicklung des Wohnstandorts „Am Bergfeld“ gelungen, gezielt auf deren Bedürfnisse einzugehen: Ausreichendes Platzangebot im Eigenheim, vielseitige Kinderbetreuung, angrenzende Grünflächen, Freizeit- und Kulturangebot. Dem Wunsch nach Zentralität soll hier mit einer schnellen Erreichbarkeit der Münchner City durch den öffentlichen Nahverkehr nachgekommen werden.

Die Familienfreundlichkeit und das zur Verfügung stehende Mehr an Wohnraum wird von den Befragten in Poing als sehr positiv empfunden. Die örtlichen Investitionen in Kinderbetreuung, Bildungseinrichtungen und Nahversorgung, spiegeln sich deutlich in diesem Eindruck wider. Bei der Forderung der Wohnungssuchenden nach einem größeren Kulturangebot bittet Poings Erster Albert Bürgermeister zu berücksichtigen, dass sich Poing kaum mit der Hochkultur in München vergleichen lässt. Im ländlichen Raum geht es vielmehr darum, mit Veranstaltungen wie dem Volksfest, dem Straßenfestival oder Wochenmärkten eine eigene, lokale Kultur zu prägen. Dazu tragen auch der Ausbau des Marktplatzes, ein lebendiges Vereinsangebot und Kunstausstellungen bei.

Als weniger angenehm wird hingegen die dichte Baustruktur im Quartier in der Studie bewertet. In dieser Tatsache sieht die ARGE Poing „Am Bergfeld“ jedoch einen städtebaulichen Kompromiss, der durchaus auch Vorteile mit sich bringt: Bei der Aufstellung des Bebauungsplans viel die Entscheidung bewusst auf eine dichte Baustruktur, um den Grünzug, der sich durch das gesamte Gebiet zieht, als eine Art grüne Lebensader, als Erholungs- und Begegnungsraum groß und weitläufig gestalten zu können. Die Baugebiete von W1 bis W6 umfassen eine Fläche von 725. 800 Quadratmetern. Davon sind beinahe 200.000 Quadratmeter (genau: 194.600 Quadratmeter) Grünfläche: eine Fläche, die doppelt so groß ist, wie das Poinger Zentrum und halb so groß wie der Münchner Zoo. Mittlerweile bildet der Grünzug ein eigenes Wegesystem, das von überall im Wohngebiet schnell, direkt und auf kurzem Weg erreichbar ist. Wer möchte, kann direkt von der S-Bahn über das Zentrum durch den Grünzug nach Hause zur Familie gelangen.

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